19.02. 38.026
Neo-Empiristik
Als nächstes möchte ich eine weitere Reformation durch meiner Denkschule präsentieren; die Komplementierung der klassischen Empirie, genannt als Neo- Empiristik. Im Laufe meiner Forschungen ist es mir aufgefallen als Mangel der klassischen Wissenschaft, alleine die Materiellen Experimente zur Realität zu zählen, und eben zu Ergründen, während die tatsächlich Existenziellen Bedeutungen der geistigen Perzeption, der Psychologie und der vergangenen Philosophie überlassen wurde, obgleich die Logik bereits metaphysische Akzeptanz und Anwendung genießt.
Neben der Logik diese auch innerhalb der Mathematik ihre Evidenz erhielt, müssen wir uns nun der gesamten Realität stellen, und unsere Gesinnung und Affekte ebenfalls anerkennen, und wie ich aufzeigen werde, auch Praktizieren, um in dieser neuen Form der Wissenschaftlichkeit, auch eine neue Form der Erkenntnis zu nutzen.
So scheinen die Affekte - die übrigens viele Philosophen darunter Platon zu beherrschen ersinnten, ohne fernöstliche Weisheitslehrer ihren Umgang mit ihnen zu vergessen, darunter Laotse oder Konfuzius, - wie eine unsichtbare Welt, doch sobald aus einer unbeherrschten Emotion eine Tat wird, wirkt sie innerhalb der Evidenz klassischer Naturwissenschaft, nur eben, ohne dass sie sich ihr stellen konnte. Bisher.
Ich frage nämlich genau an dieser Stelle nach, wieso wir verleugnen wollen, was uns vom materiellen Tiere zu einem geistigen Wesen erhebt, um unsere gesamte Realität definieren zu können, nach der Postulierung absoluter Wahrheit.
Zu dieser Wahrheit gehört der Deismus als logische Ordnungskraft, also einer schöpferischen Hochintelligenz unsere Existenziellen Herkunft anzuerkennen, denn sie ist die Struktur zum inneren- und äußeren Frieden, da sie als moralische Hierarchie sowohl die emotionale als auch materielle Ordnung erklärt, und als nicht korrumpierbar gilt, da der Deismus, ebenso wie die klassische Empirik, keine Behauptungen zulässt, nur eben durch logische Kalkulation die Existenz Gottes erkennt.
Diese Logik führte große Denker zur Tugend, und auch weniger Namhafte bedienten sich doch gar instinktiv ohne Lehren an das Sittliche, angeborene Maß, die Ordnung und den Frieden zu achten. Eine Welt, die absolut existent unsere Lebensqualität bestimmt, und bisher eben nicht wissenschaftlich greifbar war.
Sie ist also auf einem Auge blind, weshalb es sich erklärt, ihr ein zweites zu öffnen, und mit der Akzeptanz der Logik, neben der Psychologie, eine höhere Ebene des Bewusstseins zu schaffen, - eine Wahrnehmung, die sowohl die Liebe erforscht, als auch die Angst, ohne subjektive Schuld zu vermuten, sondern eine biologische Diskrepanz zur Natürlichkeit.
Ohne dieser Erweiterung, bleibt die Empirik auf einem Auge blind, und wird daher nie über die Materiellen Abläufe, Erkenntnisse über Existenz, und Wahrheit, Sinn, und Schöpfungsenergie sammeln und kategorisieren können.
Ich lasse den halb erblindeten Geist nun wieder Sehen, und dränge zur Kognition der Auswirkungen auch auf Politik und Wirtschaft, also auch des gemeinen Friedens hin, denn es steht außer Frage, dass eine Gesinnung jene die Natur Wertschätzt unter einem liebenden Konzept, zur geistigen Gesundheit und zu einem moralischen Verhalten leiten.
Man wird sich bald Fragen über die Tugendlogik stellen, welche bereits erkannt und unterrichtet, ebenfalls aus den natürlichen Umgang der Existenz resultierte, und nun nicht mehr weiter ignoriert werden darf.
Wir stellen uns einer Theodizee, auf wissenschaftlichem Fundament, und daher führen wir die Empirik zurück zur Philosophie, wo auch jede Tugend ihren Ursprung nahm. Epikur verstand unter dem Recht Gottes seine logische Kritik zu äußern, und stellte fest, Entweder
a, Gott will das Übel aus der Welt schaffen, kann es aber nicht, oder
b, Gott kann, will aber nicht, oder
c, er will nicht und kann auch nicht, oder
d, er will und kann auch.
Während ich also letztere Antwort für wahr erklären kann, nahm Epikur diese Beobachtung der naheliegenden Konklusionen, um zu behaupten, die ersten drei Lösungen widersprächen der Existenz Gottes, per seiner Fähigkeiten oder Definition, und letzteres sah er widerlegt, da es das Übel gibt.
Nun, Epikur machte sich gerade die Vorstellung seines letzteren Ausgang zu einfach, und erkannte nicht, dass es gar kein Übel gibt, alleine solche Menschen, wie nun er einer zu sein dürfte, widmen sich ihren inneren Trieben zu Gunsten, und lehnen jedes Gute ab, um das eigene Übel zu legitimieren. Ein Epikur begriff nicht, dass der Mensch an allem möglichen Übel schuld trägt, und auch nur gewisse Menschen, nicht ausnahmslos. Wer also dies differenzieren kann, erkennt eben keinen Widerspruch mehr zur Existenz der evidenten Ordnungsschöpfung, sondern die Anleitung, seine Natur zu akzeptieren, und die Tugend zu studieren, diese doch angeboren, seitdem wir uns von den Primaten, der naiven Materie, zu den geistigen Wesen, der emotionalen Menschen mit Ehre und Sitte wandelten. Zumindest konnte und kann man die Sitte und Tugend auch in ihrer positiven Wirkung erkennen, und daher als Naturerscheinungen erforschen müssen.
Epikur tat jedoch was die aktuelle Wissenschaft begeht, auf einem Auge der Realitätswahrheit blind zu sein.